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Umweltschutz - das aktuelle Foto

… i werd narrisch …
Die erste Reaktion des Tauchers mag es sein, hier das Messer zu ziehen.

Die Fischerei ist ein Ernten ohne Säen und daher sehr verlockend. Die Kleinküstenfischerei - wie sie hier abgebildet ist - ist im Vergleich zu der industriellen Schleppnetz-, Dredsch-, Langleinen- oder Driftnetz-Fischerei wohl als eher schonend anzusehen. Trotzdem verursacht das Netzfischen in Korallenriffen wie hier am Roten Meer Schäden (Trampeln beim einbringen und herausholen, Verheddern in Korallenkolonien) und ist daher meist verboten. Wenn die Fischer dieselben Tiere herausholen, die wir eigentlich sehen wollen, dann wird's für uns problematisch. Alle wollen etwas vom Meer - Fischerei, Aquakultur, Aquariumindustrie, Souvenirindustrie, Sportindustrie, Tourismusbranche, Süßwassererzeuger, Energieerzeuger. Die lange Liste garantiert Konflikte, für uns vor allem wenn Tauchreviere betroffen sind. Ich wäre ungern der Küsten-Manager, der das alles unter einem Hut bringen müsste. Die Sache aber selbst in die Hand zu nehmen ist keine Lösung. Gegen ortsansässige Fischer kann man als Urlauber nur den Kürzeren ziehen. Meiner Meinung nach gibt's da eine klare Ausnahme: das Zerschneiden und Herausholen von alten Geisternetzen und verlorenen Fischleinen.

Foto: Peter de Hueber (deHueber@gmx.at) 

Foto-Jaenner-2010


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